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Mauerflower
Beiträge: 3 | Zuletzt Online: 01.07.2022
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    • Mauerflower hat einen neuen Beitrag "Leseprobe" geschrieben. 21.02.2022

      TRIGGER: Gewalt, Blut, Folter & Erniedrigung

      Belial Azharot » Gefallener » JUMP 'N' RUN
      Die Gegenwehr oder gar die offene Abscheu in Asta’s Gesicht, waren kein Dämpfer für seine Überzeugung dem Dämonenweib nur genau das zu geben, was sie schließlich für ihre verfluchte Ungeschicklichkeit verdient hatte. Belial’s Züge wirkten noch immer entspannt, denn wenn er irgendwann, bei irgendetwas so etwas wie Glück oder nur ein kleines Hochgefühl empfand, dann war es, wenn Andere litten. Wenn sie sich in Verzweiflung wanden, vor Schmerzen schrien oder - und das gefiel ihm am besten - wenn sich ihre Augen vor schierer Panik weiteten. Natürlich bestenfalls wegen ihm. Doch ein ungezügelter Lebensstil und dieser verdammte Krieg, der sich deutlich länger hingezogen hatte, als es ihm lieb gewesen war, hatte seine Spuren hinterlassen. Ihn befriedigte nicht länger die Qual um ihn herum. Die Gerüche, die Geräusche..der Flair der Hölle fühlte sich abgenutzt an. Zu viele Äonen lagen hinter ihm um noch überrascht oder entzückt über die leidenden Seelen hier im Schlund zu sein. Seine Grausamkeit hatte jedoch nicht nachgelassen. Stattdessen schien diese Langeweile, die sich sehr schnell in Frustration gewandelt hatte, dazu zu führen, dass der Höllenprinz nur noch erpichter darauf war, ein Hochgefühl zu verspüren und das egal um welchen Preis.

      Die Wache hatte Asta, das dürre Ding über den großen Versammlungstisch gelegt und ihren Rücken von störendem Stoff befreit. Sein Gesicht einer hübschen Maske gleich, verfolgte… genoss den Peitschenknall und was dieser auslöste sobald er die kalk-weisse Haut der Dämonin berührte. Er konnte die Knospen des Schmerzes, die auf ihrer Haut aufbrachen beinahe sehen, süße Pein die ihre Blüten öffnete um ihre Sporen in den Raum zu spucken. Ein tiefer Atemzug und er nahm diesen köstlichen Schmerz in sich auf. Es war nichts Neues, nicht ungesehenes und dennoch eine willkommene Abwechslung von dieser tristen Ratssitzung, die ihn bereits zu viel Zeit gekostet und ihm zu viel Selbstbeherrschung abverlangt hatte. Belial hatte oft genug einen seiner Untertanen oder auch Seelen aus dem Schlund auspeitschen lassen, um zu wissen, dass der Peitschenhieb selbst nicht das Schlimmste war. Und genau das war es auch, was der Dämonenprinz von Asta wahrnahm. Zunächst hatte sie die Angst vor dem Ungewissen beherrscht. Was würde sie erwarten? Wie sehr würde es schmerzen? Und schließlich der erste Hieb, der ihr die Luft aus den Lungen trieb, als ihr Schrei gellend im Raum verklang. Und dann die Zeiträume zwischen den Hieben, das Warten, auf das unvermeintliche. Die Anspannung ihrer Glieder, die im Grunde den Schmerz nur vergrößern würde, gegen die sie sich jedoch gar nicht wehren konnte.

      Ein Nicken folgte in Richtung der Wache, die die Peitsche wieder im Anschlag hatte, um den nächsten Hieb auszuführen. Eine stumme Zustimmung, die sofort in die Tat umgesetzt wurde und wieder diesen herrlichen Cocktail aus Schmerz und Scham freisetzte, die er in sich auf nahm. Die anwesenden Dämonen wagten sich nicht einen Ton von sich zu geben, doch Belial konnte auf die Gier in den Ratsmitgliedern spüren. Gier nach dem was hier gerade geschah, nach dem Klappergestell von Dämon, die mit ihrem Äusseren niemand würde beeindrucken können. Sein Blick konzentrierte sich auf das weisse Fleisch, dass von nun zwei roten Striemen verunstaltet wurde und eine gewisse Schönheit damit demonstrierte, gegen die Belial sich nicht gänzlich verschließen konnte. Ja, der Gefallene neigte zu schönen Dingen, selbst hier unten im Höllenschlund. Einer vieler Gründe für sein Erscheinungsbild, dass im starken Kontrast zu den verunstalteten Fratzen am Tisch stand.

      Wie einen süßen Wein kostete er den Schmerz der Dämonin und verspürte beinahe so etwas wie Enttäuschung darüber, die Strafe nicht höher angesetzt zu haben, denn es hieß, dass lediglich ein weiterer Hieb geblieben war, der ihm Genugtuung verschaffen würde. Doch die ungeschickte Handlungsart der Dienstmagd ließ ihn hoffen - er hoffte? - dass es nicht das letzte Mal war, da er sie bestrafen musste und sich an den negativen Gefühlen laben konnte. Die Wache, die Asta an Ort und Stelle hielt und somit verhinderte, dass sie sich ihrer Strafe entzog, schien ein wenig Eigenintiative zu zeigen und sorgte dafür, dass die Schwarzhaarige ihren Kopf herum drehte. Belial konnte die Scham brennend in ihrem Gesicht ausmachen, da ihre Wangen gerötet waren. Jetzt sah sie beinahe lebendig aus. Ihre dunklen Augen hatten sich mit Tränen gefüllt. Erbärmlich. Und doch hatte es etwas reizendes, ihr Leid so aus der Nähe zu beobachten. Eine ganz eigene Köstlichkeit, die er sich nicht entgehen ließ.
      » Weiter. « bemerkte er trocken, doch seine Zunge glitt ohne sein zu tun über seine Lippe, befeuchtete diese, war ein Hinweis auf seine Ungeduld. Mit dem letzten Schlag platzte das zarte Fleisch an ihrem Rücken auf und ihr Schrei hallte durch den Saal, wo er sich mit der zwar gedämpften, dennoch typischen Geräuschkulisse des 8. Kreises mischte. Ein Zucken in seinem Schritt. Herb-metallischer Geruch, der zu ihm herüber wehte und Tränen die über ihre Wangen perlten um auf die hölzerne Tischplatte zu fliessen. Für einen Moment schloss Belial die Augen, tat einen tiefen Atemzug, als würde er genüsslich in diesem Moment schwelgen - was er auch tat - doch saugte er all diese Empfindungen die den Raum schwängerten zu sich.

      Wie ein leeres Gefäß, dass stetiger Füllung bedurfte um funktionieren zu können, so konnte man den Dämonenprinzen betrachten, dessen eigene Emotionen beinahe völlig abgestumpft waren. Der nicht länger zwischen Freude und Wut zu unterscheiden wusste. Stille herrschte und niemand wagte sich ein Wort zu sagen oder diese zu unterbrechen. Schließlich war auch das Schluchzen der Dämonin verklungen.
      » Die Sitzung ist beendet. « brüllte er aus vollem Halse, mochte wirken wie ein Wahnsinniger, da niemand auch nur ein Wort an ihn gerichtet hatte und sein Ausbruch erneut völlig unberechtigt erschien. Doch abrupt kam Bewegung in Okrist, Aleos und die anderen Dämonen am Tisch. Lediglich Vastis blieb bewegungslos, doch der lag schließlich mit dem Gesicht in seiner trüben Suppe, die sich nun auch noch mit seinem grünlichen Blut gefüllt hatte und noch unappettltlicher aussah, als zum Zeitpunkt als sie serviert worden war. Stühle scharrten über den Boden, sie stolperten beinahe über ihre Beine, als sie sich beeilten den Saal zu verlassen und binnen weniger Minuten waren sie alle ohne ein Widerwort verschwunden. Alle bis auf Asta und die beiden Wachen, die noch immer in Bereitschaft standen um Belial’s Befehlen zu gehorchen.

      Statt sich nun an das Dämonenweib zu wenden, griff er erneut nach seinem Kelch, nahm genüsslich einen Schluck daraus und ließ den Blick schweifen. Er hatte alle Zeit der Hölle und ließ sich nicht drängen, dass Asta noch immer auf den Tisch gepresst dort ausharrte, interessierte ihn nicht. Sollte sie ruhig in Ungeduld und Angst vergehen, dass ihre Strafe noch nicht vorbei war. Die Enge in seinem Schritt schien sich zu verflüchtigen, zwar unangenehm doch nichts dem er gerade Aufmerksamkeit schenken wollte. Ein jüngerer Dämon hätte sich vielleicht nun drängen lassen, erpicht darauf so viel Schmerz wie möglich aus dem Weib zu pressen um sich selbst daran zu befriedigen. Er jedoch hatte eine andere Vorstellung von Zeit und vor allem, war er im Gegensatz zu seiner sonstigen Persönlichkeit, wenn es darum ging andere leiden zu lassen, doch sehr geduldig.
      » Räum den Tisch ab und schaff den Fleischhaufen dort weg. « säuselte er, als handelte es sich um einen nett gemeinten Vorschlag und nicht um einen Befehl, den sie zu befolgen hatte. Sein Blick klebte an dem Griff seines Dolches, dessen Klinge tief in der Stirn von Vastis steckte. Schade um den Berater, doch noch gab es genügend Speichellecker die mit Freuden seinen Platz einnehmen würde um an Belial’s Rockzipfel zu hängen. Ein weiterer Schluck, ein Nicken seinerseits führte dazu, dass die Wachen sich von Asta entfernten und ihre Posten beider Seiten der Tür wieder einnahmen.
      » Bring mir den Dolch. « seine Brauen ruckten hinauf. Entweder lernte sie schneller Befehlen zu gehorchen und diese auch zur Zufriedenheit auszuführen oder im Palast würde Asta ein sehr unangenehmes Dasein erwarten.

      Caidmija Oríath » Elementarwandlerin » JUMP 'N' RUN
      Panik hatte die Herrschaft über ihre Handlungen übernommen. Kent’s Gewicht, dass sie nieder drückte, der Käfig, den sein Körper schuf und all diese unangenehmen, traumatischen Erinnerungen zurück brachte. Sie war am Siedepunkt und nicht länger dazu fähig, sich rational zu verhalten. Der Wendigowak war nicht mehr nur ein Gegner oder jemand, der sie auf die Palme brachte. Für Cai ging es jetzt um’s überleben. Ihre Angst und all das, was sich hinein mischte führte dazu, dass sie die Situation falsch einschätzte und somit restlos übertrieb. Blut sprudelte aus der gerissenen Wunde an Kent’s Hals. Unter anderen Umständen, hätte Cai sich vielleicht dazu verführen lassen, ihre Lippen auf die Stelle zu drücken und das salzig-warme Blut in ihren Magen befördern. Jetzt jedoch kratzte und wand sie sich nur noch energischer. Ihr war jedes Mittel recht um den Körper von sich zu bekommen. Den eisernen Griff um ihre Lungen auszumerzen. Ihr Blut war in Wallung, ebenso hatten sich Puls und Atmung beschleunigt, doch die unfreiwillige Dusche durch den Menschenfresser, machte es weiterhin unmöglich auch nur das kleinste Flämmchen zu erschaffen. Schließlich schaffte es die zappelnde Cai den großen Kerl von sich herunter zu schieben und nutzte den gleichen Moment, da sie frei war um von ihm weg zu kommen. Auf Händen und Knien zunächst, ehe sie auf die Füße kam und schlitternd den Knauf des Schwerts erreichte und es grob an sich zog. Das schwere Metall wollte sich wehren, doch Cai zog es einfach hoch.

      Sie sah rot und hatte völlig die Kontrolle über sich und die Situation verloren. Jetzt galt eben nur noch eins. Diesen Lulatsch aus seiner Existenz zu streichen, sich selbst zu verteidigen. Weswegen sie auch ohne zu überlegen handelte, die Klinge hinauf riss, auch wenn die Muskeln in ihrem Arm schmerzhaft protestierten und auf Kent zu rannte, der gerade erst wieder auf die Füße gekommen war. Der Menschenfresser kam jedoch noch einmal davon, schließlich schaffte er es sich im letzten Moment noch zur Seite zu springen und somit der scharfen Klingenspitze zu entgehen. Was sie jedoch nur noch mehr in Rage versetzte, Cai wollte es ein für alle Mal beenden. Gehässig blaffte sie ihn an, hielt damit erfolgreich den panischen Unterton aus ihrer Stimme heraus. Je mehr er sich wehrte umso mehr Wut stieg wieder in ihr auf und übernahm die Führung. Kent’s Spielzeugbeil, raste auf sie zu, doch die Elementarwandlerin schaffte es diesem auszuweichen, bevor es sie treffen konnte. Jedes verdammte Worte, das die Lippen dieses Lackaffen verließ machte sie nur noch wütender, als wenn er irgendein Recht dazu hätte, überhaupt mit ihr zu quatschen und was ginge ihn der Scheiß überhaupt an. Was ihr Problem war? Was mit ihr los war? ER war ihr Problem. Diese Arglosigkeit, die sie in den Wahnsinn trieb. Das er sich über nichts Gedanken machte oder an die Konsequenzen dachte. Und nun zog er sie erneut in sein Chaos hinein. Dabei war ihr Leben auch so schon kompliziert genug. Einfach seine ganze Art, darauf ausgelegt sie in den Wahnsinn zu treiben. Er hatte keinen Respekt und … sie hätte noch tausend Gründe mehr gefunden, warum alles in ihr gerade vor Hass zu brennen schien. Nur konnte sie es diesmal nicht einmal nach aussen hin sichtbar machen, als würde ihr diese Empfindung die Eingeweide versenken, ihr Gehirn in eine brennende Hölle verwandeln in der nur noch ein Gedanke existierte und der drehte sich darum Kent aus dem Universum zu tilgen.

      Die Dunkelhaarige jagte Kent um die Kücheninsel herum, was an sich schon sehr beeindruckend war, denn keiner von ihnen rutschte in einer der Blutlachen aus. Sie reagierten beinahe gleichzeitig. Kent, der sein Beil "Daisy" aus der Wand zerrte um es zum Einsatz zu bringen und sich zu ihr herum drehte. Cai deren Hand das Heft hinauf riss und somit die Klinge in Kent’s Schulter auf etwas unterhalb seines Schlüsselbeins versenkte. Der Schwung den sie noch hatte half dabei, das die Klinge tiefer ins Fleisch glitt und ihre Hand zum vibrieren gebracht wurde, als diese auf der anderen Seite seines Oberkörpers austrat um sich in die Wand dahinter zu bohren. Sie hatte ihn fest genagelt! Der Triumph hielt kaum zwei Wimpernschläge, schon wurde die Elementarwandlerin mit einem groben Ruck herum gedreht. Finger ergriff das lange schwarze Haar, zerrten ihren Kopf in den Nacken, was ihrer Halsmuskulatur ein unangenehmes Brennen durch die Überdehnung zumutete. Kühles Metall presste sich nachdrücklich gegen ihre ungeschützte Kehle. Der Griff ihres Schwertes, ragte über ihrer linken Schulter hervor, der Menschenfresser hielt sie fest.

      Die Pattsituation hätte nicht klar ersichtlicher sein können. Keiner von beiden schien bereit zu sein auch nur ein wenig klein bei zu geben. Und Cai’s Abneigung gegen Kent hätte nicht offenen zur Schau getragen werden können. Ein tiefes Knurren ließ ihren Brustkorb vibrieren und die Vene an ihrem Hals einen wahren Tanz vollführten. Die Nähe zu Kent war ihr absolut zu wider, wäre nicht die scharfe Kante des Beils an ihrer Kehle eine Bedrohung für ihr Leben gewesen, sie hätte seinen Arm zur Seite gestoßen und das Schwert schließlich noch dazu genutzt ihn in kleine Teile zu hacken. Kent’s Geplapper ließ Cai für eine Sekunde einmal mehr an seiner Intelligenz zweifeln. Entweder war er zu dumm um so etwas wie Angst zu empfinden oder… er war einfach nur dumm. » Halt die Fresse. « zischte sie und versuchte den restlichen Kommentar zu ignorieren. Sie mit ihm… in einer Milliarde Jahren nicht. Vorher würde sie sich mit jedem Typen auf dem Planeten und darüber hinaus einlassen, wenn es sein musste, bevor Kent in Frage käme.. dieser dämliche, minderbemittelte….

      Die Eskalation war vorprogrammiert, dass die Schneide des Beils schmerzhaft in die empfindliche Haut der Elementarwandlerin schnitt, war kein Grund jetzt nachzugeben. Ruckartig drehte sich der Kopf von Cai und sie verzog vor Schmerz das Gesicht, als die Haut an ihrem Hals noch weiter aufgekratzt wurde, weil ein lauter Knall ertönte der aus Richtung der Haustür kam. Ihr Körper spannte sich bereit, dass irgendwer sie tatsächlich bis hierher verfolgt hatte. Doch wer in den Wohnbereich trat, war niemand anderes als Cai’s jüngere Halbschwester Talis. Ebenso schwarzes Haar wie sie, blaue Augen, schwarz angepinselt, was ihr ein ungesundes Aussehen verlieh. Ihr Handy in den Fingern, latschte sie in den Wohnbereich und blieb abrupt stehen. Scharf sog Cai die Luft ein, denn sie hatte sicherlich mit einem Besuch von Talis gerechnet. Eigentlich verstanden sie sich nicht sonderlich gut, doch schien die Skinwalkerin das einfach nicht zu erkennen, sie war fast genau so nervtötend wie Kent, aber nur beinahe.
      Der Kopf von Talis ruckte von einer Ecke zur Nächsten. Körperteile, Blutlachen, Handabdrücke an den Wänden. Ein wahres Schlachtfeld bot sich ihr, in mitten der gedeckte Tisch. Die Stirn runzelnd war Talis stehen geblieben. Schließlich hob sie den Blick und starrte geradewegs Cai an und den größeren Kent, der hinter der Elementarwandlerin stand.

      Ein Zucken ihres Augenwinkels, eine erhobene Braue und ein beinahe gehässiges Schmunzeln legte sich auf die Lippen von Talis.
      "Oh…Daddy wird dich sowas von umbringen, Schwesterlein. " flötete die Skinwalkerin schadenfroh und bevor Cai auch nur einen Muskel rühren konnte, ertönte ein schnelles Klick-Klick-Klick, Cai wurde vom Blitz der Handykamera geblendet. Und ihre Halbschwester drehte sich auf dem Absatz um, auf ihr Handy starrend und schlenderte mit einem Lachen aus dem Raum, in Richtung Hausflur. FUUUCK!!!! war alles was Cai an Gedanken für einen Moment zustande brachte. Keiner von beiden schien sich zu bewegen, als wäre der Moment erstarrt. Ein irrsinniger Anblick musste sich der jüngeren Schwester geboten haben. Es dauerte zu lange, bis Cai sich gefangen hatte, doch ihr Ellenbogen landete in der Seite des Wendigowak und sie nutzte seine Unaufmerksamkeit um das Beil von ihrer ungeschützten Kehle zu drücken. » Hör auf mit dem Scheiß jetzt. « ihre Wut schien verraucht, denn nun hatte ein ebenso mächtiges Gefühl seinen Platz eingenommen. Panik. Blanke Panik, darüber, was passieren würde, würde Talis ihre Drohung wahr machen.

      » T. « rief sie durch die Wohnung und stieg über die verstreuten Körperteile um die Wohnungstür zu erreichen, die sperrangelweit offen stand. » Talis. Verflucht nochmal, warte gefälligst. « die besagte Schwester, mit dem gefährlichen Bildmaterial hatte bereits das Wohnhaus verlassen und stand unten auf dem Gehweg, als Cai es schaffte sie einzuholen. Zum Glück, war sie unfähig sich zu teleportieren, sonst wäre sie vermutlich längst über alle Berge gewesen.

      […]

      Es dauerte geschlagene 20 Minuten, bis Caidmija erneute die Wohnung betrat, ihr Kopf rauchte, noch immer hatte die Dusche eine negative Wirkung auf sie, die durch die nassen Haare ausgelöst wurde, doch langsam spürte sie wie der Funke in ihrer Magengegend an Kraft gewann. Schnaubend schlug sie die Wohnungstür hinter sich zu. Noch immer sah es in ihrer Wohnung aus, wie auf einem Schlachtfeld. Es hatte sie viel Überredungskunst und einige Bestechungsversuche gekostet, bis sie ihre Halbschwester dazu bewegen konnte, die Bilder zu löschen und ihre verdammte Klappe zu halten. Als sie den Küchenbereich betrat, stand Kent noch immer mit dem Schwert in der Schulter an die Wand genagelt dort, offenbar hatte er es nicht geschafft, die Klinge heraus zu ziehen. Und ihr war wirklich nicht danach ihn aus seinem Elend zu befreien, denn sie war immer noch stocksauer auf den Wendigowak, aber sie wollte ihn auch los werden, bevor sie sich doch nicht beherrschen konnte und es erneut eskalierte. Also überwand sie die Distanz, ergriff das Heft und zerrte mit einem Ruck die Klinge aus der Wand und Fleisch von Kent.
      » Verpiss dich! « zischte sie mühsam die Beherrschung behaltend.

    • Mauerflower hat einen neuen Beitrag "Leseprobe" geschrieben. 14.02.2022

      Meine letzten beiden Posts (und ich lache wieder über meine Tippfehler, im ersten Absatz hieß es ursprünglich mal "die geniale Erfindung namens Sonnenblume" :D )


      Kail Chambers » Kitsune im JUMP 'N' RUN
      Kail war eine jener super coolen Persönlichkeiten, die sogar des Nachts eine Sonnenbrille tragen mussten um nicht ausversehen durch die Reflektion ihrer eigene Herrlichkeit in einem Schaufenster geblendet zu werden. Oder zumindest hatte sie das schon mehrfach behauptet, wenn sie lange nach Sonnenuntergang mit verdunkelten Gläsern in New York unterwegs war. Der eigentliche Grund dafür war jedoch viel simpler und unspektakulär. Die grellen Lichter, die Beleuchtung, das blinkende Drama, das sich New York City nannte, brannte Kail in den Augen. Einen großen Teil ihres Lebens hatte Kail in der Wildnis verbracht und auch später, hatte es solch extravaganten Scheiß, wie Flutlichter oder haushohe Leuchtreklamen nicht gegeben. Wollte die Blondine also nicht unter ständigen Kopfschmerzen leiden, als hocke ein kleiner Mann in ihrem Gehirn, der ausgelassen mit einem Hammer auf einen Amboss schlug, so war es einfacher ihre Augen durch die geniale Erfindung namens Sonnenbrille zu verhüllen.

      Das sie dabei extrem stylisch wirkte, war doch nur ein Pluspunkt. Die kleine Gestalt hielt sich unverhohlen für besonders beeindruckend und ihr ausgeprägtes Selbstwertgefühl, war eben eines der Dinge die sofort ins Auge stachen. Sie schlenderte durch die Straßen, als würde ihr diese Stadt gehören. Als hätte sie jedes Recht, ja sogar mehr, als alle anderen um sie herum, hier zu sein. Doch Kail Chambers war nicht zum Spaß hier. Okay…vielleicht ein wenig um Spaß zu haben. Doch hatte sie Rome nicht verlassen, weil sie eine Sauftour durch Manhattan machen wollte. Die kleine Gemeinschaft in Erie Canal Village, einer verlassenen Touristen Attraktion, einer Nachbildung des goldenen Zeitalters, war ihr Zuhause. So viel ländlicher, so viel ruhiger, als dieser laute Scheißhaufen, durch den sie hier gerade watete.

      Ein deutlicher Vorteil dieses Zeitalters war jedoch, dass die Sterblichen für alles….wirklich für alles Strom und somit Elektrizität nutzen. Auch wenn sie es ungern zugab, der Fortschritt der Sterblichen schuf eine Art Komfort, den Kail aus ihrer Jugend nicht gewohnt war. Doch die negativen Nebenprodukte dieses Fortschritts trafen auch sie hart. Kail war in der Natur geboren worden, fern ab von Menschen. Auch wenn sie nun unter ihnen lebte, ging ihr in genau das gegen den Strich. Die Sterblichen. Die waren nämlich auch überall. Wie die Kanickel vermehrten sie sich und überzogen diese Welt. Bei dem Gedanken überkam sie ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend, dass sie abzuschütteln versuchte. Sie war hier aus einem bestimmten Grund und dieser Grund war das sie einen Auftrag hatte. Von niemand geringerem als Dantalion selbst. Kail gehörte schon ein Jahrzehnt zu der kleinen Gemeinschaft, die andere abwertend als Kult bezeichnet hätten, doch erst vor ein paar Tagen, hatte der Oberste, das Geschöpf das sie verehrten und dem sie ihr Dasein widmeten sich ihr offenbart. Soweit Kail wusste, war das bisher nur wenigen passiert. Sie wusste ja, das sie besonders war, also war es eigentlich keine Überraschung, das Dantalion sie los geschickt hatte um seine verschwundene Brut ausfindig zu machen.

      Kail betrat einen kleinen Laden, der trotz der Abendstunde noch geöffnet hatte, hier schien irgendwie nie jemand Feierabend zu machen. Die Blondine drückte sich durch die Gänge um in den hinteren Bereich mit den Kühlschranken zu gelangen und zog ein Sechser Bier aus einem der Fächer heraus. Durch das Geschäpft drangen Stimmen, die die Geräusche der Kühlung und der Klimaanlage übertönten.
      "Jetzt stellen sie sich mal nicht so an. Mrs Wu." hörte Kail die dumpfe Stimme eines Mannes, dicht gefolgt von einer Frauenstimme, die in schnellem chinesisch sprach.
      "Wǒmen méiyǒu qiǎokèlì" (Wir haben keine Schokolade.) zeterte sie und als Kail weiter zur Kasse ging, konnte sie sehen wie die kleine Frau hektisch mit ihren Armen gestikulierte. "Nǐ tài wúchǐle" sprach die Frau erneut und wiederholte es in gebrochenem Englisch. "Schande über dich. Ich hab gesagt, die Lieferung kommt erst nächste Woche, Shǎzi" (Dummkopf)

      Die Kitsune hatte die Arme um die Bierflaschen geschlungen, die lediglich von Pappe gehalten wurden und erhob ihre Stimme, als sie dazu kam zu den beiden Personen. Ihr Blick glitt über den hochgewachsenen Kerl, der die beiden Frauen weit überragte, der aber auch ziemlich verwahrlost aussah.
      » Zhège rén shì bùshì gěi nǐ tiān máfanle? « (Macht dieser Typ ihnen Ärger?) fragte Kail die Besitzerin des Ladens und die schilderte ihr erneut in schnellem Tonfall in ihrer Muttersprache, dass sie den Typen einfach nicht los wurde.
      "Die Alte spinnt doch… " fiel ihr Coin ins Wort und Kail so im Flow der vertrauten Sprache fuhr ihn auf chinesisch an.
      » Méiyǒu rén zhēngqiú nǐ de yìjiàn nǐ zhège gāisǐ de xiǎo yāojing! « als dieser sie anblinzelte, widerholte sie ihre Worte nochmals. » Niemand fragt nach deiner Meinung, du gottverdammter Kobold. « Sie konnte wirklich herzallerliebst sein, wenn sie wollte.


      Vaíne Themiskyr » Erweiterter Mensch » im JUMP 'N' RUN

      "Achja, privat?" ging Tamira überhaupt nicht unauffällig auf die Vorlage des Fremden ein, obwohl sie noch eine Sekunde zuvor quasi darauf bestanden hatte, dass der ungebetene Eindringling sich vom Gelände entfernte. Probleme ihr offensichtliches Interesse zu demonstrieren hatte die Wandlerin schon einmal nicht und sie senkte auch nicht den Blick oder dergleichen. Wahrscheinlich hatte sich die Artistin nun auf einen Plausch eingestellt, einen kurzweiligen Flirt, doch die Miene des Fremden veränderte sich und als dieser behauptete, sie könne ihm helfen, schien sie sich ebenfalls wieder unter Kontrolle zu bekommen und spitzte die Ohren.
      "Privatvorstellung, verstehe…" warf Tamira ein, da eben jene Forderung nicht das erste Mal an die Show gestellt wurde. Einige hochrangige Tiere, beispielsweise der Regierung oder irgendwelche Firmenbosse, die sich für den Nabel der Welt hielten, waren schon das ein oder andere Mal auf den Direktor zugekommen, um eben eine solche private Vorstellung zu fordern. Für ihre langjährigen oder besten Geschäftspartner. Etwas ganz spezielles. Etwas, von dem sie noch in ein paar Wochen ihren Ehefrauen und Kollegen erzählen würden. Eine Gelegenheit, um bei einem Investor so richtig Eindruck zu schinden. Das dieser hier allerdings für seinen Boss eine reine Einzelvorstellung wünschte, brachte auch Tamira dazu ihn nochmals, diesmal geschäftsmäßiger zu mustern. Ihre Augen und somit sie, wurden allerdings von dem aufgetauchten Geldbündel abgelenkt, da Tamira unverhohlen materialistisch eingestellt war. Ohne zu zaudern oder gar Scham schnappte sie sich den dargebotenen Schein und verstaute ihn mit einem breiten Grinsen in ihrem Ausschnitt. Irgendwelche Klischee’s zu bedienen, schien ihr auch nichts auszumachen. "Ich schaue mal…" begann sie, wurde jedoch von Clint augenblicklich unterbrochen, da der sich entschuldigte und sich an ihr vorbei drückte. Der Fremde stapfte in Richtung der Artisten davon. Als er sich schließlich auf Tamira’s liebste Feindin und Ziel ihrer Zankereien zu bewegte, verengten sich ihre Augen zu Schlitzen. Ein deutliches Zeichen ihres Unmutes.

      Vaíne hatte noch immer nichts mitbekommen. Stattdessen war sie viel mehr darauf konzentriert ihre Übungen durchzuführen. Gerade stand sie auf einem Bein, das Andere in die Luft erhoben, wo ihre Fingerspitzen ihre Zehen berührten und nutzt die andere Hand um die nötige Balance zu erhalten. Diese ging jedoch ein wenig flöten, als sie nicht nur von hinten - durch eine vage vertraute Stimme - angesprochen wurde, sondern jemand ebenfalls nach ihrer freien Hand griff. Der blonde Schopf der Artistin bewegte sich ruckartig, bereit zur Not auf einen spontanen Angriff zu reagieren. Der jedoch nicht folgte. Es lag allein an ihrer Erfahrung in jedem ruhigen Moment auch zur gleichen Zeit ein potentielles Risiko zu erwarten. Vielleicht lag es allerdings auch am Misstrauen und der Rauflust von Jane. Ihre Brauen schoben sich aneinander, da sie Clint’s Anwesenheit überraschte. Was will der hier? War ihre erste Reaktion auf Clint, der so plötzlich aufgetaucht war. Der Überraschung wegen, dauerte es auch einen Moment, bis Vaíne in die Unterhaltung einstieg, noch immer unsicher, was sie von Clint’s Anwesenheit halten sollte oder wie diese einzuschätzen war.
      » Vielleicht hast du auch einfach an den falschen Stellen gesucht? « diesmal hob sie lediglich eine Augenbraue an und entließ ihre Zehen, stellte den Fuß wieder auf dem Boden ab. Anders als Clint oder Graham, wobei sie die beiden für ein und dieselbe Person hielt und nicht einmal ahnte, dass letzterer überhaupt existierte, hatte sich Vaíne selbst viel weniger Gedanken um ein Wiedersehen gemacht. Im Gegensatz zu den Persönlichkeiten in ihrem Verstand. Die über diese Möglichkeit noch immer im Streit miteinander lagen. Obwohl die Artistin am gemeinsamen Abend zuvor so los gelöst und locker agiert hatte, fiel es ihr doch schwer sich wieder auf diese lockeren, zweideutigen Witzeleien einzulassen. Das Misstrauen überwog und wurde von Jane nur weiter befeuert.

      Niemand, der noch alle drei Tassen beisammen hatte, marschierte einfach auf den Zeltplatz um ihr einen Besuch abzustatten. Schon gar nicht, wenn man bedachte, wie diese Nacht zu Ende gegangen war. Vaíne war keine Person, die Anderen leicht vertraute. Objektiv betrachtet hatte Clint ihr keinen direkten Grund gegeben ihm zu misstrauen, doch Vaíne’s Einstellung lag eher in der Richtung, dass er ihr auch keinen geliefert hatte das Gegenteil zu tun. Die Artistin war schlichtweg weder auf ein weiteres Wiedersehen eingestellt gewesen, noch gefiel es ihr, dass Clint in ihrem Zuhause, ihrer sogenannten Safezone aufgetaucht war.
      » Was willst du überhaupt hier? « fragte sie gerade heraus und konnte in ihrem Innern Jane spüren, die wie eine Katze auf der Lauer lag und nur den kleinsten Hinweis erhoffte die Krallen in Clint’s schlagen zu können - oder auch eine ihrer Fäuste. Mit einem Ruck, der nichts besonderes zu heißen hatte, entzog die Blondine dem Typen ihre Hand und wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn um die Schweißperlen zu vertreiben. Trotz all des Trainings war es immer noch anstrengend für sie, aber auch eine Möglichkeit sich richtig anzustrengen und somit die lästige Unruhe los zu werden.

      » Hast du was vergessen? Dann ist es sowieso im Eimer. « bemerkte sie und spielte damit auf das Feuer an, das auch einiges aus ihrem Trailer das Leben gekostet hatte. Sie konnte Jane’s Bedürfnis verspüren Clint los zu werden. Sie wollte ihn hier nicht und schon gar nicht in Vaíne’s Nähe. Chuck schien die Fresse zu halten und das war Vaíne auch gerade recht, sie fühlte sich immer noch beschissen wegen ihm.
      Gerade wollte sie Clint sagen, er solle sich verpissen, vielleicht freundlicher, vielleicht auch nicht, als sich der Himmel dazu entschied eine Ladung Wasser auf sie hinunter zu kippen. Statt das es tröpfelnd begann, öffneten sich einfach die Himmelschleusen und Sintflutartig ergoss sich der Regen auf den Platz und die Umgebung. » Fuck.« fluchte Vaíne, versuchte ihre Augen mit einer Hand zu bedecken, während Stimmen um sie herum laut wurden und alle sich selbst und vorallem ihr Trainingsgerät in Sicherheit und somit ins trockene zu bringen versuchten.

      Für einen Moment starrte sie Clint unschlüssig an. Klar, sie könnte ihn einfach im Regen stehen lassen und sich unter stellen, aber hatte er ihr jetzt gerade irgendetwas getan, außer das er für ihren Geschmack zu aufdringlich war? Nein. Seufzend griff die Artistin nach dem Unterarm des Mannes und zerrte, während der Regen sich von Kopf bis Fuß durchnässte, Clint hinter sich her unter einen Pavillion, der nicht weit entfernt vor einem Wohnwagen von einem der Artisten aufgebaut worden war.

    • Mauerflower hat das Thema "Jump 'N' Run" erstellt. 14.02.2022

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